Antisemitismus kehrt in die Gesellschaften Europas zurück – und dies selbst nach jahrzehntelanger Erarbeitung
einer vielschichtigen Erinnerungskultur und trotz der intensiven Auseinandersetzung mit dem Holocaust auf unterschiedlichsten Ebenen und in verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen. Die Theologien, insbesondere die christliche Theologie, sind in dieser Situation aufgrund ihrer eigenen antijudaistischen und antisemitischen Vergangenheit im Besonderen gefordert.
Im Rahmen des Studientages wird eine Modellierung antisemitismuskritischer Theologie und Bildung vorgestellt, die dazu beitragen, Antisemitismus zu erkennen und Menschen zu befähigen, kritisch gegen jede Form des Antisemitismus vorzugehen. Diese Kritik speist sich aus einer positiven Vergewisserung der Vielfältigkeit jüdischen Lebens und Denkens.
Dabei gilt es auch, die politischen Kontroversen um das Recht und die Grenzen der Selbstverteidigung Israels von alten und neuen Formen des Antisemitismus zu unterscheiden.
Theologisch wiederum kommt es darauf an, in den Beziehungen zwischen Judentum, Christentum und Islam eine neue Qualitätsstufe der Verhältnisbestimmung unter den drei abrahamitischen Religionen zu suchen.
Das gesamte Programm mit den Referentinnen und Referenten finden Sie hier.